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Immobilie verkaufen ohne Makler: Was Sie wirklich wissen müssen

Keine Provision zahlen, alles selbst in der Hand haben, den vollen Verkaufspreis behalten – die Idee klingt verlockend. Aber der Privatverkauf einer Immobilie ist aufwendiger, als die meisten Eigentümer erwarten. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen ehrlich, was auf Sie zukommt, welche Fehler Sie vermeiden müssen und welche Alternativen es gibt.

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Ohne Makler verkaufen: Die Vorteile – und die Realität

480 Menschen suchen jeden Monat bei Google nach „Immobilie verkaufen ohne Makler". Die Motivation ist fast immer dieselbe: die Maklerprovision sparen. Bei einem Verkaufspreis von 300.000 Euro sind das schnell 10.000 bis 18.000 Euro – je nach Bundesland und Vereinbarung. Geld, das Sie bei einem Privatverkauf in der eigenen Tasche behalten.

Und ja: Es ist absolut möglich, Ihre Immobilie ohne Makler zu verkaufen. Tausende Eigentümer machen das jedes Jahr erfolgreich. Aber es ist wichtig, mit offenen Augen in den Prozess zu gehen. Denn was auf dem Papier einfach klingt – „Anzeige schalten, Besichtigungen machen, Kaufvertrag unterschreiben" – ist in der Praxis ein Projekt, das mehrere Monate Ihrer Zeit in Anspruch nimmt und Fachwissen in Bereichen wie Immobilienbewertung, Vertragsrecht, Baurecht und Steuerrecht erfordert.

Dieser Ratgeber gibt Ihnen alles an die Hand, was Sie für einen erfolgreichen Privatverkauf brauchen. Wir verschweigen Ihnen nichts – weder die Chancen noch die Risiken. Am Ende entscheiden Sie selbst, welcher Verkaufsweg der richtige für Ihre Situation ist.

Was Sie in diesem Ratgeber erfahren:

✓ Die komplette 15-Punkte-Checkliste für den Privatverkauf
✓ Welche versteckten Kosten auf Sie zukommen
✓ Warum der Notar beim Hausverkauf Pflicht ist (§ 311b BGB)
✓ Was das Finanzamt beim Immobilienverkauf von Ihnen will
✓ Welche Fehler zur Anfechtung des Kaufvertrags führen können
✓ Ein ehrlicher Vergleich: Privatverkauf vs. Makler vs. Direktverkauf

Die 15-Punkte-Checkliste: Was beim Privatverkauf wirklich auf Sie zukommt

Ein Immobilienverkauf ist kein einzelner Schritt, sondern ein Prozess mit mindestens 15 Aufgaben, die alle erledigt werden müssen. Haken Sie ab, was Sie bereits wissen oder vorbereitet haben:

0 von 15 erledigt
Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch. Im Durchschnitt investieren Privatverkäufer 80–120 Stunden in den gesamten Verkaufsprozess – verteilt über 4 bis 8 Monate.

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Was kostet ein Privatverkauf wirklich? Die versteckten Ausgaben

„Ohne Makler verkaufen = keine Kosten" – das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Zwar sparen Sie die Maklerprovision, aber ein Privatverkauf verursacht dennoch konkrete Kosten, die viele Eigentümer nicht auf dem Schirm haben:

Energieausweis (Pflicht)300–500 €
Grundbuchauszug20 €
Flurkarte / Liegenschaftskarte15–60 €
Professionelle Fotos + Grundriss200–500 €
Inserate (ImmoScout, Immowelt etc.)50–400 € / Monat
Wertgutachten (optional, empfohlen)1.500–3.000 €
Löschung Grundschuld (falls vorhanden)200–500 €
Vorfälligkeitsentschädigung (falls Kredit läuft)variabel
Summe (ohne Vorfälligkeit)ca. 2.300–5.000 €

Dazu kommt der größte Kostenfaktor, der in keiner Rechnung auftaucht: Ihre Zeit. 80 bis 120 Stunden Arbeit über mehrere Monate. Anfragen beantworten, Besichtigungen durchführen, Unterlagen zusammensuchen, mit dem Notar abstimmen. Wenn Sie berufstätig sind, bedeutet das Abende und Wochenenden.

Und das finanzielle Risiko: Wird der Preis falsch angesetzt, bleibt die Immobilie monatelang auf dem Markt. Ein Inserat, das zu lange online steht, wird zum „Ladenhüter" – Interessenten fragen sich, was mit dem Objekt nicht stimmt. Dann müssen Sie den Preis senken, oft um mehr als die gesparte Maklerprovision.

Die ehrliche Rechnung: Bei einem Verkaufspreis von 300.000 € sparen Sie durch den Privatverkauf rund 10.000–18.000 € Maklerprovision. Dem stehen 2.300–5.000 € direkte Kosten und 80–120 Stunden Zeitaufwand gegenüber. Ob sich das für Sie lohnt, hängt davon ab, was Ihre Zeit wert ist – und wie sicher Sie sich im Immobilienverkauf fühlen.

Notar beim Hausverkauf: Pflicht oder optional?

Kurze Antwort: Der Notar ist Pflicht. In Deutschland schreibt § 311b BGB vor, dass jeder Vertrag, der die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Grundstücks beinhaltet, notariell beurkundet werden muss. Ein Immobilienkaufvertrag ohne Notar ist schlicht nichtig – er hat keine Rechtswirkung.

Ist ein Vertrag auch ohne Notar gültig?

Nein. Bei Immobilien gilt eine Ausnahme vom Grundsatz der Vertragsfreiheit. Selbst wenn Käufer und Verkäufer sich einig sind, alle Bedingungen schriftlich festhalten und beide unterschreiben – ohne notarielle Beurkundung ist der Vertrag wertlos. Das gilt auch für Vorverträge und Reservierungsvereinbarungen, die eine Kaufverpflichtung enthalten.

Ist ein Grundbucheintrag ohne Notar möglich?

Nein. Für die Umschreibung im Grundbuch benötigt das Grundbuchamt eine notariell beglaubigte Auflassung (Einigung über den Eigentumsübergang) sowie eine Auflassungsvormerkung. Der Notar beantragt beides beim Grundbuchamt. Ohne Notar kein Eigentumsübergang.

Was kostet der Notar – und wer zahlt?

Die Notarkosten sind gesetzlich geregelt (Gerichts- und Notarkostengesetz) und betragen in der Regel 1,0–1,5 % des Kaufpreises. Bei einem Kaufpreis von 300.000 € sind das ca. 3.000–4.500 €. Üblicherweise trägt der Käufer die Notarkosten. Das ist aber Verhandlungssache – im Kaufvertrag kann auch eine andere Aufteilung vereinbart werden.

Was der Notar für Sie tut:

✓ Prüft die Identität beider Parteien
✓ Erstellt den Kaufvertragsentwurf (oder prüft einen vorgelegten)
✓ Klärt über Rechte und Pflichten beider Seiten auf
✓ Beurkundet den Kaufvertrag
✓ Beantragt die Auflassungsvormerkung beim Grundbuchamt
✓ Holt die Löschungsbewilligung der Bank ein (bei bestehender Grundschuld)
✓ Fordert die Unbedenklichkeitsbescheinigung beim Finanzamt an
✓ Veranlasst die endgültige Eigentumsumschreibung

Der Notar ist neutral – er vertritt weder Käufer noch Verkäufer, sondern sorgt für einen rechtlich einwandfreien Ablauf.

Was muss ich ans Finanzamt zahlen, wenn ich mein Haus verkaufe?

Diese Frage stellen sich viele Eigentümer – und die Antwort hängt von einem entscheidenden Faktor ab: Wie lange gehört Ihnen die Immobilie?

Das Stichwort heißt Spekulationssteuer (§ 23 EStG). Die Regel ist im Kern einfach:

Steuerfrei verkaufen – so geht's:

Variante A: Sie haben die Immobilie vor mehr als 10 Jahren gekauft → Verkauf steuerfrei
Variante B: Sie haben die Immobilie im Verkaufsjahr und den zwei Vorjahren selbst bewohnt → Verkauf steuerfrei

Steuerpflichtig: Verkauf innerhalb von 10 Jahren ohne Eigennutzung. Der Gewinn wird mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz (14–45 %) besteuert.

Wie kann ich meine Immobilie steuerfrei verkaufen?

Die sicherste Methode: Warten Sie die 10-Jahres-Frist ab. Zählt taggenau ab dem Datum des notariellen Kaufvertrags. Wenn die Frist fast abgelaufen ist, können wenige Monate Geduld Ihnen Zehntausende Euro Steuern ersparen.

Bei selbstgenutztem Wohneigentum greift die Eigennutzungsausnahme: Wenn Sie im Verkaufsjahr und den beiden vorangegangenen Kalenderjahren in der Immobilie gewohnt haben, ist der Verkauf steuerfrei – auch innerhalb der 10-Jahres-Frist.

Wichtig: Die Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 % je nach Bundesland, in NRW: 6,5 %) zahlt der Käufer, nicht Sie als Verkäufer. Die Spekulationssteuer dagegen trifft den Verkäufer.

→ Ausführlicher Ratgeber: Spekulationssteuer bei Immobilien – alles was Sie wissen müssen

Was darf man beim Hausverkauf nicht? Offenbarungspflichten und Haftungsrisiken

Beim Privatverkauf tragen Sie die volle Verantwortung für die korrekte Information des Käufers. Ein Fehler hier kann Sie teuer zu stehen kommen.

⚠️

Bekannte Mängel verschweigen

Sie müssen dem Käufer alle Ihnen bekannten wesentlichen Mängel mitteilen – auch wenn er nicht danach fragt. Dazu gehören: Feuchtigkeit und Schimmel, Schädlingsbefall, Asbest oder andere Schadstoffe, undichte Dächer, defekte Heizungen, Risse in tragenden Wänden, bekannte Altlasten im Boden. Wer Mängel verschweigt, handelt arglistig.

⚖️

Arglistige Täuschung: Die Konsequenzen

Verschweigen Sie bewusst Mängel, kann der Käufer den Kaufvertrag anfechten, eine Minderung des Kaufpreises verlangen oder Schadensersatz fordern. Der im Vertrag übliche Gewährleistungsausschluss („gekauft wie gesehen") schützt Sie bei arglistiger Täuschung nicht. Gerichte urteilen hier regelmäßig zugunsten der Käufer.

📏

Falsche Angaben zur Wohnfläche

Weicht die tatsächliche Wohnfläche um mehr als 10 % von der angegebenen ab, kann der Käufer den Kaufpreis mindern. Messen Sie nach oder lassen Sie die Wohnfläche von einem Fachmann berechnen. Kellerräume, Dachschrägen unter 1 m Höhe und nicht beheizte Wintergärten zählen in der Regel nicht zur Wohnfläche.

📋

Was Sie sonst nicht dürfen

Geplante Baumaßnahmen in der Nachbarschaft verschweigen (Straßenbau, Gewerbegebiet). Falsche Angaben zum Baujahr oder zur Bausubstanz machen. Bestehende Mietverträge oder Wohnrechte Dritter verheimlichen. Grundbuchbelastungen (Grundschulden, Wegerechte, Nießbrauch) nicht offenlegen.

Praxis-Tipp: Dokumentieren Sie alle bekannten Mängel schriftlich und lassen Sie den Käufer die Kenntnisnahme unterschreiben. Am besten als Anlage zum Kaufvertrag. Das schützt Sie vor späteren Streitigkeiten und zeigt, dass Sie ehrlich gehandelt haben.

Verkaufen oder vermieten? Wann was sinnvoll ist

Bevor Sie sich auf den Verkaufsprozess einlassen, lohnt sich eine grundsätzliche Frage: Ist der Verkauf überhaupt der richtige Weg? Oder wäre Vermieten die bessere Option?

Verkaufen ist sinnvoll, wenn:

✓ Sie das Kapital für etwas anderes brauchen (Schulden tilgen, neues Objekt kaufen, Altersvorsorge)
✓ Die Immobilie hohen Sanierungsbedarf hat und Sie nicht investieren wollen
✓ Sie weit entfernt wohnen und die Verwaltung zu aufwendig ist
✓ Sie eine Erbschaft auflösen oder sich bei Scheidung einigen müssen
✓ Die laufenden Kosten (Instandhaltung, Hausgeld, Steuern) die Mieteinnahmen auffressen

Vermieten ist sinnvoll, wenn:

✓ Die Lage gut ist und stabile Mieteinnahmen sicher sind
✓ Die Bausubstanz solide ist und keine großen Investitionen anstehen
✓ Sie langfristig Vermögen aufbauen wollen (Wertsteigerung + Mieteinnahmen)
✓ Sie steuerliche Vorteile nutzen können (Abschreibung, Werbungskosten)
✓ Sie bereit sind, sich um Mietermanagement und Instandhaltung zu kümmern (oder eine Verwaltung zu bezahlen)

Bedenken Sie: Vermieten ist kein passives Einkommen. Sie übernehmen Verantwortung für Instandhaltung, Nebenkostenabrechnung, Mieterkommunikation und im schlimmsten Fall für Mietausfälle oder Rechtsstreitigkeiten. Eine professionelle Hausverwaltung kostet 20–30 € pro Einheit und Monat.

Immobilie verkaufen mit Wohnrecht

Eine interessante Zwischenlösung: Sie verkaufen die Immobilie, behalten aber ein lebenslanges Wohnrecht (oder ein befristetes Wohnrecht). Das funktioniert besonders gut für ältere Eigentümer, die Kapital freisetzen möchten, aber in ihrem Zuhause bleiben wollen. Das Wohnrecht wird im Grundbuch eingetragen und senkt den Kaufpreis – aber Sie haben Sicherheit und liquide Mittel gleichzeitig.

Die Alternative: Direktverkauf an private Investoren

Neben dem Privatverkauf und dem Verkauf über einen Makler gibt es eine dritte Option, die viele Eigentümer nicht kennen: den Direktverkauf an private Immobilieninvestoren.

Das Prinzip ist einfach: Ein Investor – wie wir bei TB Grundeigentum – kauft Ihre Immobilie direkt, mit eigenem Kapital, ohne Zwischenhändler. Kein Inserat, keine Besichtigungsmarathons, keine Unsicherheit über die Finanzierung des Käufers. Wir kaufen ausschließlich in der Metropolregion Rhein-Ruhr – in Städten wie Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen, Duisburg, Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Umgebung.

Ist das der beste Preis? Ehrlich gesagt: wahrscheinlich nicht. Bei einem perfekt durchgeführten Privatverkauf mit professionellem Exposé, optimaler Preisfindung und etwas Geduld erzielen Sie in der Regel den höchsten Verkaufspreis. Ein Direktverkauf liegt typischerweise 3–5 % unter dem Marktpreis, den Sie nach monatelanger Vermarktung erzielen könnten.

Warum entscheiden sich trotzdem viele Eigentümer dafür? Weil der Direktverkauf etwas bietet, das weder der Privatverkauf noch der Maklerverkauf liefern kann: Geschwindigkeit, Einfachheit und Sicherheit.

Was ein Direktverkauf an TB Grundeigentum bedeutet:

0 € Maklerprovision – Sie verkaufen direkt an uns
Angebot innerhalb von 48 Stunden nach der Besichtigung
Gesicherte Finanzierung – kein Risiko, dass die Bankzusage platzt
Kauf im Ist-Zustand – keine Renovierung, keine Entrümpelung nötig
Kostenlose Entrümpelung – wir übernehmen den gesamten Hausrat
Komplette Abwicklung – Notar, Unterlagen, alles aus einer Hand
Absolute Diskretion – keine Inserate, keine öffentlichen Anzeigen

Sie sparen sich den ganzen Aufwand. Dafür erzielen Sie möglicherweise 3–5 % weniger als nach monatelanger Vermarktung. Für viele Verkäufer ist das der bessere Deal.

Für wen ist der Direktverkauf besonders interessant? Eigentümer unter Zeitdruck (Scheidung, Erbschaft, Jobwechsel). Eigentümer mit sanierungsbedürftigen Immobilien, die auf dem freien Markt schwer zu verkaufen sind. Eigentümer, die Diskretion brauchen. Und Eigentümer, die schlicht keine Lust haben, monatelang Besichtigungen zu organisieren.

Privatverkauf vs. Makler vs. Direktverkauf: Der ehrliche Vergleich

Alle drei Verkaufswege haben ihre Berechtigung. Die beste Wahl hängt von Ihrer Situation, Ihrem Zeitrahmen und Ihren Prioritäten ab.

Privatverkauf
Mit Makler
Direktverkauf (TB Grundeigentum)
Dauer
4–8 Monate
3–6 Monate
2–4 Wochen
Provision
0 €
3–6 % des Kaufpreises
0 €
Eigener Aufwand
Sehr hoch (80–120 Std.)
Mittel
Minimal
Verkaufspreis
Potenziell am höchsten
Marktpreis (minus Provision)
Ca. 3–5 % unter Marktpreis
Sicherheit
Niedrig (Finanzierung kann platzen)
Mittel
Hoch (gesicherte Finanzierung)
Diskretion
Gering (öffentliche Inserate)
Gering (öffentliche Inserate)
100 % diskret
Besichtigungen
10–20+
10–20+
1–2
Zustand der Immobilie
Renovierung empfohlen
Renovierung empfohlen
Kauf im Ist-Zustand
Entrümpelung
Selbst organisieren
Selbst organisieren
Kostenlos inklusive

Häufige Fragen zum Immobilienverkauf ohne Makler

Als Verkäufer betrifft Sie vor allem die Spekulationssteuer: Verkaufen Sie Ihre Immobilie innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf mit Gewinn, wird dieser mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert (14–45 %). Nach Ablauf der 10-Jahres-Frist oder bei durchgehender Eigennutzung im Verkaufsjahr und den zwei Vorjahren ist der Verkauf steuerfrei. Die Grunderwerbsteuer zahlt der Käufer, nicht Sie. Mehr erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zur Spekulationssteuer.
Nein. In Deutschland ist die notarielle Beurkundung bei jedem Immobilienkaufvertrag gesetzlich vorgeschrieben (§ 311b BGB). Ein Kaufvertrag ohne Notar ist nichtig. Auch ein Grundbucheintrag ohne Notar ist nicht möglich – das Grundbuchamt benötigt eine notariell beglaubigte Auflassung. Die Notarkosten betragen ca. 1–1,5 % des Kaufpreises und werden üblicherweise vom Käufer getragen.
Nein, nicht bei Immobilien. Selbst wenn beide Seiten sich handschriftlich einigen – ohne notarielle Beurkundung hat der Vertrag keine Rechtswirkung. Das gilt auch für Vorverträge und Reservierungsvereinbarungen, die eine Kaufverpflichtung enthalten. Die Formvorschrift des § 311b BGB ist zwingend.
Sie dürfen dem Käufer keine wesentlichen Mängel verschweigen. Dazu gehören Feuchtigkeit, Schimmel, Schädlingsbefall, Altlasten, Baumängel oder geplante Baumaßnahmen in der Nachbarschaft. Auch falsche Angaben zur Wohnfläche oder zum Baujahr sind unzulässig. Wer bewusst Mängel verschweigt, handelt arglistig – der Kaufvertrag kann dann angefochten werden, der Gewährleistungsausschluss greift nicht, und der Käufer kann Schadensersatz verlangen.
Der schnellste Weg ist der Direktverkauf an einen privaten Investor. Während ein Privatverkauf 4–8 Monate und ein Maklerverkauf 3–6 Monate dauert, ist ein Direktverkauf in 2–4 Wochen abgeschlossen. Wenn Sie schnell verkaufen müssen – etwa wegen Scheidung, Erbschaft oder finanzieller Engpässe – kann der Geschwindigkeitsvorteil den leichten Preisabschlag mehr als wettmachen. Hier können Sie unverbindlich anfragen.
Das hängt von Ihrer Situation ab. Verkaufen ist sinnvoll bei Sanierungsbedarf, Kapitalbedarf, weiter Entfernung zum Objekt oder bei Erbschaft/Scheidung. Vermieten lohnt sich bei guter Lage, solider Substanz und wenn Sie langfristig Vermögen aufbauen wollen. Bedenken Sie: Vermieten bindet Kapital und bringt Pflichten (Instandhaltung, Nebenkostenabrechnung, Mietermanagement). Es ist kein passives Einkommen.
Steuerlich ist ein Verkauf nach Ablauf der 10-Jahres-Spekulationsfrist ideal. Marktbedingt gelten Frühjahr und Herbst als gute Verkaufszeiten, weil die Nachfrage dann typischerweise höher ist. Aber der wichtigste Zeitpunkt ist der, der zu Ihrer persönlichen Situation passt. Wenn Sie unter Zeitdruck stehen, ist ein schneller Verkauf heute oft besser als ein theoretisch optimaler Verkauf in sechs Monaten.
Ja, das ist möglich und wird häufiger als man denkt praktiziert. Sie verkaufen die Immobilie und behalten ein lebenslanges oder befristetes Wohnrecht, das im Grundbuch eingetragen wird. Der Kaufpreis wird um den Wert des Wohnrechts gemindert. Besonders interessant für ältere Eigentümer, die Kapital freisetzen möchten, aber in ihrer gewohnten Umgebung bleiben wollen. Bei TB Grundeigentum sind wir für solche Lösungen offen.
Die wichtigsten Unterlagen sind: aktueller Grundbuchauszug, gültiger Energieausweis (Pflicht!), Flurkarte/Liegenschaftskarte, Wohnflächenberechnung, Grundrisse, Baubeschreibung. Bei Eigentumswohnungen zusätzlich: Teilungserklärung, Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan und letzte Hausgeldabrechnung. Bei einem Direktverkauf an TB Grundeigentum helfen wir Ihnen bei der Beschaffung aller fehlenden Unterlagen.
Die beste Methode hängt von Ihren Prioritäten ab. Wenn Sie den höchstmöglichen Preis wollen und Zeit haben: Privatverkauf mit professionellem Exposé. Wenn Sie den Aufwand minimieren wollen und einen Experten für die Vermarktung suchen: Makler. Wenn Geschwindigkeit, Sicherheit und Einfachheit wichtiger sind als der letzte Euro: Direktverkauf an einen Investor. Die 15-Punkte-Checkliste oben zeigt Ihnen, was bei einem Privatverkauf auf Sie zukommt – damit können Sie realistisch einschätzen, welcher Weg zu Ihnen passt.

Wir sind keine Makler. Wir kaufen selbst.

TB Grundeigentum sind private Immobilieninvestoren aus Oberhausen mit über 25 Jahren Erfahrung. Wir vermitteln keine Immobilien an Dritte — wir kaufen sie für unseren eigenen Bestand. Jede Immobilie bleibt bei uns: Wir vermieten, sanieren und verwalten langfristig.

Genau deshalb zahlen wir faire Preise und verzichten komplett auf Provision: Weil es sich für uns trotzdem rechnet — und für Sie sowieso.

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche oder steuerliche Beratung. Für Ihre individuelle Situation wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt oder Steuerberater. TB Grundeigentum übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Inhalte. Stand: April 2026.